Rousseau III, oder: Die Negative Freiheit kapituliert

Mit Rousseau begann der Mythos des radikalen Individualismus: der Mensch beginnt das Spiel des Lebens aus sich selbst heraus, unabhängig, und so soll er auch leben. Diese Annahme war unbewiesen, beruhte sogar auf einer simplen Projektion, aber gerade das machte ihre Wirkmächtigkeit aus. Schließlich glaubten selbst die scheinbaren Kämpfer der Vernunft – die französischen Revolutionäre … Weiterlesen Rousseau III, oder: Die Negative Freiheit kapituliert

11. Rousseau II

Die Freiheitsvorstellung des jungen Rousseau, die so prägend werden sollte, war wie die unsere negativ: Freiheit ist demnach, nicht das zu tun, was Staat, Macht, Gesellschaft und Tradition von uns verlangen. Diese Vorstellung ist für uns jeglicher alles überragende Wert, der übrigbleibt, wenn wir alles abziehen, das wir bequemerweise über Bord geworfen haben: Nation, Tradition, … Weiterlesen 11. Rousseau II

8. These: Grenzenlosigkeit als Gefahr für die Freiheit

Grenzen sind da, um überschritten zu werden, man will „seine Grenzen kennenlernen“: Dazu passt auch, dass man etablierte Autoritäten heutzutage nicht mehr einfach anerkennt, dass man sich sogar gegen diese Autoritäten definiert und damit selbst Herr seines Schicksals sein möchte. Das ist nicht nur das vielzitierte Erbe von 1968, das ist die Basis unseres modernen … Weiterlesen 8. These: Grenzenlosigkeit als Gefahr für die Freiheit

Technologien des Maoismus: Ein Versuch

Von René de Silentio Irgendwann um die Jahrtausendwende ist die westliche liberale Ordnung untergegangen. Wir haben es nur noch nicht gemerkt, denn scheinbar geht alles weiterhin seinen gewohnten Gang. Während wir noch weiter an den Triumph des Kapitalismus geglaubt haben, hatten ein paar junge Tech-Nerds und Visionäre bereits an einer durch und durch vernetzten Welt … Weiterlesen Technologien des Maoismus: Ein Versuch